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Oktober 2016 / Münster

Dritte Förderpreisverleihung

Verleihung an Bündnis 90 / Die Grünen & Greenpeace e.V.

Die Andreas-Mohn-Stiftung hat ihren mit 20.000 Euro dotierten Förderpreis in diesem Jahr zu gleichen Teilen an die Partei Bündnis 90 / Die Grünen sowie an die Umweltorganisation Greenpeace vergeben. Die Verleihung erfolgte am 14. Oktober 2016 in Münster.Simone Peter, Bundesvorsitzende der Grünen, und Christian Bussau, Meeresbiologe von Greenpeace, nahmen die Preise entgegen. 

Stifter Andreas Mohn betonte, Umweltpolitik sei für ihn immer auch Friedenspolitik. Schon während seines Studiums der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften hatte er 1992 den Umweltkongress der AEGEE (Association des Etats Généraux des Etudiants de l'Europe) organisiert. Die Stadt Münster zeichnete ihn dafür aus.

Die Laudatio in Münster hielt Anja Heyde, Moderatorin beim ZDF-Morgenmagazin. Sie beschrieb die Fortschritte beim Umweltschutz anhand des Rheins. In dem Fluss, einst eine stinkende Kloake, schwämmen wieder Fische; Biologen würden sogar daraus trinken, wenn es sich nicht vermeiden ließe. Der Rhein stehe exemplarisch für das, was Greenpeace und Grüne in diesem Land geschaffen hätten: Eine Sensibilität, dass man nur diese eine Umwelt habe. Ohne die Arbeit der Preisträger stünde Deutschland nicht exemplarisch in Europa für den Umweltschutz.

Die Grünen erhielten zum ersten Mal einen Förderpreis, erklärte Parteichefin Simone Peter. Die Auszeichnung sei Ehre und Ansporn zugleich, weiter den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlage ins Zentrum ihrer Politik zu stellen - von der Energiewende und dem Kohleausstieg über eine ökologische Landwirtschaft bis hin zum Abschied vom Verbrennungsmotor. Das Preisgeld leiten die Grünen an zwei Umweltprojekte weiter, die sich im Natur- und Gewässerschutz engagieren: An das Aktionsbündnis Elbe-Saale und den Verein Mellumrat. Christian Bussau berichtete von seiner Zeit als Greenpeace-Aktivist auf hoher See. Er nahm 1995 an der Besetzung der schwimmenden Ölplattform Brent Spar in der Nordsee teil, die bewirkt habe, dass die Ölplattform an Land entsorgt wurde. Er schilderte die Schönheit der Wale, die er bei seiner Reise nach Norwegen erlebte; das Engagement von Greenpeace habe zu einem Verbot des kommerziellen Walfangs 2002 geführt. Auch Ölplattformen dürften nicht mehr im Nordatlantik versenkt werden. Das Preisgeld gehe direkt an Greenpeace-Aktivisten.

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Projektleitung
Andreas Mohn
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Zeitraum
Oktober 2016
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Ansprechpartner
Bündnis 90 / Die Grünen
Greenpeace e.V.
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Foto- und Bildrechte

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